Standgebühren für Schausteller: FDP fordert Gebührenverzicht für die Kaufmannschaft in Flensburg

Am Dienstagnachmittag wurde im Hauptausschuss der Stadt Flensburg ein SPD-Antrag beraten, nach welchem durch die Verwaltung nun kurzfristig zu prüfen ist, ob den Schaustellern für den diesjährigen Weihnachtsmarkt die Standgebühren erlassen werden können. Grund für den Antrag sei demnach vor allem die andauernde Corona-Lage, die es vielen Schaustellern im bisherigen Verlauf des Jahres nur schwer möglich macht, überhaupt ihrem Geschäft nachzugehen. Umso wichtiger wäre deshalb, dass ein Weihnachtsmarkt in Flensburg unter angemessenen Bedingungen stattfinden könnte.

Die FDP-Ratsfraktion hat deshalb im Ausschuss ihre Unterstützung signalisiert. Der Verzicht auf die Standgebühren kann ein wichtiger Schritt sein, reicht aus Sicht der FDP jedoch nicht aus. Die stellv. Fraktionsvorsitzende Susanne Rode-Kuhlig forderte daher im Hauptausschuss, dass ebenfalls die Befreiung der Kaufleute von solchen Standgebühren geprüft werden solle.

Hierzu erklärt sie: „Wir wollen, dass an verkaufsoffenen Sonntagen für die benötigten Stände der Kaufleute, z. B. Kinderschminken und künstlerische Darbietungen, in Zukunft keine Standgebühren mehr erhoben werden.“

Aktuell sei dies aber noch der Fall. „So soll die hiesige Kaufmannschaft, sprich die Interessengemeinschaften, unterstützt werden, die ja verkaufsoffene Sonntage in Flensburg für die Innenstadt organisieren“, so Rode-Kuhlig weiter.

Gerade auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Zukunft der Innenstadt – Karstadt-Aus, Leerstände, geringeres Kundenaufkommen – wäre es wichtig, mit einem Weihnachtsmarkt und besseren Rahmenbedingungen das Geschäft zu beleben und den Kunden eine attraktive Innenstadt zu bieten. Die Fraktionen verständigten sich daher auf einen neuen Antragstext, der auch die von Susanne Rode-Kuhlig geforderten Änderungen enthielt. Geprüft wird nun ein Gebührenerlass bis vorerst Sommer 2021.