Selbstbestimmtheit und Frauenrechte müssen auch im neuen Krankenhaus gelten

Die damals fraktionslose und heutige FDP-Ratsfrau Susanne Rode-Kuhlig hat vor einigen Jahren den wesentlichen Anstoß zur Debatte über den Krankenhaus-Neubau gegeben. Ohne diesen Impuls aus der Politik würde es die Neubaupläne heute nicht geben. Schon vor den Kommunalwahlen haben sich die Freien Demokraten Flensburg sehr deutlich zur „Ein-Träger-Lösung“ positioniert. Aus diesen beiden Gründen begrüßen wir die Gründung der neuen Trägergesellschaft ausdrücklich. Hierzu Susanne Rode-Kuhlig: „Ich freue mich sehr, dass der damalige Anstoß in Zukunft Früchte tragen wird und Flensburg ein großes Zentralklinikum unter einer Trägerschaft bekommt.“

Doch liberale Politik kennzeichnet sich nicht nur durch Pragmatismus, sondern auch durch Haltung. Wir bedauern, dass in der von uns favorisierten „Ein-Träger-Lösung“, Behandlungen aufgrund von religiösen Gründen verwehrt bleiben sollen. „Die aktuell ablehnende Haltung der neuen Trägerschaft gegenüber Schwangerschaftsabbrüchen bedauern wir. Diese religiösen Gründe stehen über den Frauenrechten, für die viele Generationen lange kämpfen mussten.“ , sagt FDP-Ratsherr Björn Ellenberg.

Die Freien Demokraten Flensburg würden es begrüßen, wenn die neue Trägergesellschaft ihre Position überdenkt, sodass die Flensburgerinnen nicht nur in Notfällen in der Klinik behandelt werden oder auf hiesige ambulante Angebote angewiesen sind.