Parksituation in der Flensburger Innenstadt: FDP macht Vorschlag zur Verbesserung

Seit Wochen wird in Flensburg über die Situation des Einzelhandels in der Innenstadt diskutiert. Auslöser hierzu war u. a. das Karstadt-Aus und die coronabedingten Ladenschließungen in der Fußgängerzone. Insbesondere die Interessengemeinschaften aus Roter Straße, City und Norderstraße hatten in diesem Zuge die Flensburger Politik in die Verantwortung genommen. Es braucht Konzepte, wie die Innenstadt zukunftsweisend attraktiviert werden kann. Gerade die Frage der Parkgebühren – laut Kaufmannschaft ein wesentlicher Wettbewerbsnachteil – müsse nun angegangen werden.

Wir sind schon länger mit den Kaufleuten im Gespräch und nehmen diese Anliegen ernst“, sagt FDP-Fraktionschef Christoph Anastasiadis. „Damit es jetzt vorangeht, machen wir im kommenden Finanzausschuss einen ersten Vorschlag.“ Es ist angedacht, Parken für die ersten 2 Stunden kostenfrei zu ermöglichen. Erst ab der 3. Stunde sollen dann Gebühren in Höhe von 1,50 € pro angefangene halbe Stunde fällig werden. Bisher greifen die Parkgebühren linear vom Beginn der Parkdauer.

Perspektivisch wollen wir die Parkgebühren vollständig abschaffen“, so Anastasiadis weiter. Leider scheint es hierfür in der Kommunalpolitik momentan keine Mehrheit zu geben. Gerade deshalb sucht die FDP-Fraktion nach einem Kompromissvorschlag, der für mehr Fraktion tragbar sein kann. „Hier geht es nicht um Parteipolitik, sondern darum, eine spürbare Verbesserung für die Innenstadt erfolgreich auf den Weg zu bringen.“

Die Parkgebühren wurde gerade erst zu Konsolidierung des angeschlagenen Flensburger Haushaltes angehoben, um so einen Beitrag von 500.000 € zur Gesundung des Haushalts zu leisten“, ergänzt Christian Schweckendieck, Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass die Erhöhung von Parkgebühren nicht automatisch zu höheren Einnahmen führt. Denn viele Kunden begannen dadurch die städtischen Parkflächen zu meiden. „Mit der vorgeschlagenen Neuregelung können wir nun gleich mehrere positive Effekte erzielen“, hofft Schweckendieck. So würden die Kurzzeitparker entlastet und damit ein Anreiz geschaffen, die Innenstadt wieder vermehrt zu frequentieren. Die Belastung im Haushalt könne dann durch die Gebühren ab der 3. Stunde möglichst geringgehalten werden.