Kommentar: Kein passender Umgang mit konstruktiver Kritik in Flensburg

Viele gewerbetreibende Menschen aus Flensburg beklagen, dass sie von der Rathausspitze nicht wahrgenommen werden, dass ihre Bitten und Anregungen nicht gehört werden. Das ist allen Akteuren in Politik und Verwaltungsspitze seit langem bekannt. Doch anstatt die Expertise und Bitten aufzunehmen und mit den Menschen zu besprechen, werden Defizite ausgeblendet und die Lage schöngeredet.

Ein Beispiel für diese Art, mit konstruktiver Kritik umzugehen, ist das neueste Rechtfertigungsschreiben der Oberbürgermeisterin, das sich wie eine Fehdeerklärung an die Flensburger Arbeitgeber liest.

Nebenbei bemerkt: Die offizielle Homepage der Stadt Flensburg ist mit Sicherheit nicht der richtige Ort für persönliche Fehden gegen unbequeme Kritiker. Als Institution muss die Stadt neutral bleiben, städtische Ressourcen sind nicht zur Profilierung Einzelner da.

Wir würden wohl alle besser dastehen, wenn mit diesen Ressourcen bestehende Defizite behoben würden, anstatt die Situation fortgesetzt schönzureden.