FDP-Flensburg fragt: Was kommt nach der Karstadt-Schließung?

Die Schließung der Karstadt-Filiale am Holm ist für die Flensburger Mitarbeiter und ihre Familien eine schlimme Nachricht. Auch für die anderen Geschäfte in der Innenstadt macht die Schließung des Kaufhauses die ohnehin schwierige Lage noch schwieriger.

Die Flensburger Innenstadt leidet seit Jahren darunter, dass die Belange der zumeist kleinen Geschäfte und Läden ignoriert werden. „Unsere Innenstadt wird leider nicht attraktiver, indem wir Parkplatzmöglichkeiten für Flensburger und Gäste streichen„, kritisiert Kay Richert (FDP) die verfehlte Innenstadtpolitik.

Frustration und Ohnmacht in der Kaufmannschaft seien deswegen groß. „Ich hoffe, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell eine neue Anstellung finden. An die anderen Parteien appellierte ich, endlich die Nöte der Kaufmannschaft zur Kenntnis zu nehmen und zu reagieren.

Besonders der Rückbau von Straßen und Parkplätzen als Teil des sogenannten Masterplan Mobilität sei schädlich, gehe am Bedarf der Flensburger und ihrer Gäste vorbei. Kay Richert:“ Stadtplanung für Radfahrer und Fußgänger ist gut und wichtig. Was wir in Flensburg erleben, das ist ideologisch übertrieben.

Wahrscheinlich haben auch andere Faktoren zur Schließung der Karstadt-Filiale am Holm geführt, als die rücksichtslose Planung. Aber wenn hier nicht schnell umgedacht wird, könnten weitere Geschäfte auf der Strecke bleiben. Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass Handel und Gewerbe nicht stören, sondern die Basis unserer Gesellschaft sind.