FDP Flensburg fordert Schließung von Schulen

Um die Ausbreitung des Corona-Virus in Schleswig-Holstein zu verzögern, fordern die Flensburger Freien Demokraten die vorübergehende Schließung von Schulen, vorerst bis nach den Osterferien. „Schulen, Hochschulen oder Universitäten sind Treffpunkt vieler Menschen. Dort kann sich das Virus schnell verbreiten“, sagt dazu Kay Richert, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der FDP Flensburg. „Um die Verbreitung zu verlangsamen ist es absolut sinnvoll, hier die Ansteckungsketten zu unterbrechen.“ Ähnlich wie bei der bereits angeordneten Untersagung von Präsenzveranstalten an Hochschulen seien besondere Bestimmungen für Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen denkbar. Ziel müsse es sein, dass die allgemeine Gesundheitsversorgung trotz Corona-Pandemie gewährleistet bleibe.

Neben der medizinischen gibt es aber auch die wirtschaftliche Herausforderung. Bereits jetzt sind die Auswirkungen von kranken Mitarbeitern, fortfallendem Absatz und stagnierenden Lieferketten für die Betriebe zu spüren. Richert: „Wir müssen den Betrieben helfen. Bei Liquiditätsengpässen kann das zum Beispiel die Stundung von Steuervorauszahlungen oder Sozialabgaben sein.“ Die Freien Demokraten befürchten eine empfindliche Störung der heimischen Wirtschaft durch die Corona-Pandemie. „Wir sollten uns jetzt bewusst werden, dass die Betriebe Basis sowohl unseres Wohlstands als auch unserer Versorgung sind. Deswegen ist neben der medizinischen auch die Notlage der Unternehmen sehr ernst zu nehmen.