Eine Person pro Haushalt: FDP Flensburg kritisiert die Maßnahme als nicht verhältnismäßig und vermutet eine Nebelkerze

Nun soll für Flensburgs Haushalte also gelten – nur noch einer pro Haushalt darf im Supermarkt einkaufen gehen. Zumindest möchte Oberbürgermeisterin Simone Lange mit dieser Allgemeinverfügung weitere Maßnahmen ergreifen.

Der FDP Flensburg geht dieser Schritt viel zu weit. Der Fraktionsvorsitzende der Liberalen Christoph Anastasiadis findet hierfür deutliche Worte: „Wir nehmen die Bedrohung der Mutation durchaus ernst. Darum muss man sich kümmern und auch viel testen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Aber diese Maßnahmen, die hier ergriffen werden, müssen auch zielgenau auf das Infektionsgeschehen abgestimmt sein. Dafür gibt es aus unserer Sicht keine Anhaltspunkte, weshalb pro Haushalt nur noch eine Person Zutritt zu Supermärkten erhalten soll.“

FDP-Ratsherr Björn Ellenberg ergänzt: „Die Verwaltung bzw. unsere Oberbürgermeisterin veröffentlicht jeden Tag die Coronafallzahlen, in denen neuerdings auch Familien, Wohngemeinschaften und Zeitarbeitsfirmen als Infektionsherd ausgewiesen werden. Einen Supermarkt konnte ich in dieser Statistik bisher allerdings noch nicht finden.

Vielmehr vermutet die FDP Flensburg hinter dieser Entscheidung einen weiteren Versuch der Verwaltungsspitze, die Räumung des Bahnhofswaldes abermals zu verzögern. Anastasiadis dazu: „Die Vermutung liegt nahe, dass Simone Lange medial von der Räumung des Bahnhofswaldes ablenken will. Das werden wir so nicht akzeptieren.