Die Innenstadt braucht Pfandregale und Aschenbecher

Deutschlandweit landet ein großer Anteil des Pfandguts im Normalabfall, anstatt durch das Pfandsystem recycelt zu werden. Jeder der einmal beim wöchentlichen Stadtbummel die leere Flasche aus Annehmlichkeit in den nächsten Mülleimer beförderte, weiß warum.

Dieser Umstand bleibt bei der Flensburger Lokalpolitik nicht unbemerkt, weshalb die FDP Ratsfraktion mit breiter Unterstützung aus anderen Fraktionen einen Antrag einbringt, der sich mit dieser Problematik beschäftigt.

„Wir haben in der Flensburger Innenstadt für Passanten keine ähnlich bequeme Möglichkeit Pfandgut zu entsorgen, wie dies für Normalabfall der Fall ist. Kein Wunder, dass so viele Pfandflaschen im nächsten Mülleimer landen“, kommentiert Erik Jäger, Sprecher für Bürgerservice der FDP Ratsfraktion.

Im Antrag wird gefordert, dass geprüft wird, ob eine flächendeckende Montage von metallenen Pfandregalen und Zigarettenrestbehältern an bereits bestehenden Mülleimern im Innenstadtbereich möglich ist. Dies wird unter anderem damit begründet, dass es so für Innenstadtbesucher einfacher wird Pfandflaschen und Zigarettenreste, welche oft auf der Straße landen, vernünftig zu entsorgen. Das Pfandgut würde durch lokale Pfandsammler zurück in den Recyclingkreislauf gebracht. So soll dafür gesorgt werden, dass weniger Müll in der Umwelt landet und das Pfandsystem gestärkt wird.

In der Vorlage wird außerdem darauf eingegangen, dass die Zigarettenrestbehälter bei Einführung eines Pfandsystems für Zigarettenfilter, über welche im letzten Jahr vermehrt diskutiert wurde, auch zu entsprechenden Pfandbehältern umfunktioniert werden. So könne Flensburg in diesem Fall bundesweit eine Vorreiterrolle einnehmen.

Vielen ist nicht bewusst, dass von Zigarettenresten ein erhebliches Umweltrisiko ausgeht„, sagt Jäger. „Es wird davon ausgegangen, dass bereits ein benutzter Zigarettenfilter 40 Liter Grundwasser verseuchen kann. Wir wollen mit unserer Initiative zum lokalen Umweltschutz beitragen.

Über den Antrag wird in der Sitzung des Verwaltungsrat TBZ am 28. August beraten.

Quelle: Naujoks, Pixabay