Wir Demokraten müssen DIE Alternative für AfD-Wähler sein!

Standpunkt.

Wer sich jetzt fragt, wie ich auf diese Aussage komme, dem sei gesagt, dass die Demokraten in diesem Land endlich reagieren müssen. Wenn über 24 % der Wähler einer Partei die Stimme geben, die inhaltslos und fremdenfeindlich ist, dann ist das ein Signal für alle freiheitlich denkenden Menschen aufzuhorchen. Scheinbar müssen alle demokratischen Parteien in diesem Land endlich damit anfangen, die bürgerliche Mitte in unserem Land abzuholen.

Etliche Umfragen – und nun auch Wahlergebnisse – zeigen, dass die Bevölkerung mit der Flüchtlingspolitik der demokratischen Parteien nicht zufrieden ist. Deshalb ist es zwingend nötig, Positionen zu überdenken. Vor allem, da es weder fremdenfeindlich, rassistisch noch unsolidarisch ist, Grenzen zu sichern, Asylsuchende abzulehnen oder Zuwanderung zu begrenzen. Warum?

Erstens, da dies die meisten Länder auf der Welt tun. Ein billiges Argument? Zugegeben ja – aber ein wahres. Zweitens: Die Aussage „Ich möchte keine weitere Zuwanderung“ ist eine politische Haltung zu einem Thema wie jede andere auch. Deshalb ist niemand Rassist. Auch hat dies nichts mit Hass oder Hetze zu tun und auch das „Vergangenheitsargument“ ist unangebracht. Des Weitern ist es legitim, Entscheidungen aufgrund von Meinungsänderungen innerhalb der Bevölkerung zu überdenken – siehe der Atomausstieg nach Fukushima. Drittens: Wir haben in unserem Land ein Kriminalitätsproblem, was zu großen Teilen auf den offenen Grenzen und unzureichender Strafverfolgung beruht. Wenn wir dieses nicht lösen, gefährdet dies unseren Rechtsstaat und das Vertrauen in alle Politiker.

Diese drei Punkte beschäftigen die Menschen in unserem Land massiv. Wenn wir diese Aufgaben als demokratische Parteien nicht endlich angehen, verändert sich unser Land in eine Richtung, die gefährlich und ab einem gewissen Punkt unkontrollierbar ist. Denn eines ist sicher: Ein zweites Weimar müssen wir als Demokraten unbedingt verhindern. Das ist unsere Pflicht – gerade wegen unserer Vergangenheit!

-Björn Ellenberg
stv. Kreisvorsitzender