Vorbildlich: Verwaltung legt pragmatische Poco-Lösung vor

Standpunkt.

Die Abteilung von Dr. Schröders hat mit der Verwaltungsvorlage RV-42/2014 bewiesen, dass sie unbürokratisch und wirtschaftsfreundlich sein kann. So vorbildlich muss Verwaltung handeln! Nach dem gestrigen Beschluss des Planungsausschusses darf Poco hoffentlich bald auf dem Max Bahr-Gelände zur Bleiche in ein Einrichtungshaus investieren und damit ca. 70 neue Arbeitsplätze schaffen. Davon profitiert Flensburg: Arbeitsplätze, Einkommensteuer und Gewerbesteuer und Aufträge für ortsansässige Betriebe. Die pragmatische Lösung: die Flächensondernutzung „Baumarkt“ wird auf „Einrichtungshaus“ umgeschrieben. So kann Poco Geld in den Umbau investieren und seinen Betrieb eröffnen. Die Stadt behält trotzdem für eine spätere Umwidmung alle Möglichkeiten, das Gebiet neu zu überplanen. Damit wurde ein langjähriger Leerstand und ein Rechtsstreit mit der Stadt vermieden.

Die ehemaligen Max Bahr-Mitarbeiter können hoffen, dass sie bald wieder in Arbeit sind. Bei den Gegenargumenten, die von SPD, Grünen und der Linken kamen, fühlte man sich wie im Zentralkomitee zur Aufstellung eines Fünfjahresplanes: Herr Prieß, Herr Thomsen und Herr Kohrt fühlten sich berufen, festzulegen, was die Bürger in Flensburg einkaufen dürfen und welche Unternehmungen sich am Markt behaupten werden. Dass die CDU sich in der Ratsversammlung auf die Seite dieser Argumente schlägt, halte ich für unwahrscheinlich. Und dass Poco nicht mit der „Luftschlossfabrik“ zu vergleichen ist, ergibt sich alleine daraus, dass es bereits seit längerem über 100 Poco-Filialen in Deutschland gibt.

Christian R.M. Koch
stellv. Fraktionsvorsitzender