Sind Liberale herzlose Arschgeigen?

Flensburg. Die Kommunalwahl kommt. Die typischen Flensburger Plakatwände stehen, seit dem 22. April dürfen die Parteien hier mittels Plakaten auf sich aufmerksam machen. Da ist die Rede von Machern und Rettern und weiteren Attributen, von denen die Flensburger überzeugt werden sollen. Die Flensburger FDP wirbt mit ihrem Spitzenkandidaten und dem Slogan „Besser für Flensburg“. Doch warum kann man das Gesicht von Kay Richert, Chef der Flensburger Liberalen, nur durch ein DIN A4-Blatt verdeckt sehen? Ist das ein neuer Werbetrick, den sich die Liberalen haben einfallen lassen? Eine besonders raffinierte Art, die Aufmerksamkeit des Bürgers zu wecken?

Ein näherer Blick verrät des Rätsels Lösung: „Die FDP ist ein herzloser Arschgeigen Verein“ steht da in Großbuchstaben geschrieben. Also doch kein Werbetrick? „Viele unserer Plakate wurden mit diesen sogenannten Störern überklebt“, sagt der verunstaltete Spitzenkandidat „Witzig gemeinte Aufkleber oder gemalte Brillen kennen wir schon, das gibt es in jedem Wahlkampf. Das hier ist aber eindeutig ein linkspolitischer krimineller Angriff, beleidigend und auch inhaltlich voll daneben.“

image_1367073086859787„Eine Kommunalwahl ist viel wichtiger, als viele Bürger annehmen“, sagt FDP-Mann Richert. „Alle Entscheidungen treffen die Flensburger direkt. Das Campus-Bad etwa konnten wir nicht verhindern, da alle anderen Parteien es gegen alle Vernunft haben wollten. Heute wollen die Antreiber von damals nichts geahnt haben. Es wird Zeit, dass mit einer starken FDP-Fraktion Vernunft und Verlässlichkeit in den Rat einziehen.“ Die FDP setzt auf Problemlösungen, anstatt unerfüllbare Wahlversprechen zu machen. „Mit der Stärkung des Uni-Standorts und der Annäherung Flensburgs und der Umlandgemeinden haben wir schlüssige Konzepte, die Flensburg voranbringen. Mit der freien Kaikante und dem freien Parken stärken wir die Innenstadt. Unsere Konzepte sind so gut, dass Sie sie jetzt auch in den Programmen der anderen Parteien finden: Von SSW bis CDU wurde fleißig kopiert.“

Das politische Niveau lässt stark nach. „Während der braune Mob glücklicherweise fast bedeutungslos ist – der Bundesinnenminister spricht von 2,3% Zustimmung für die NPD – nehmen die extremen Linken immer mehr öffentlichen Raum ein“, so Richert weiter. „Leider werden linksmotivierte Straftaten eher selten geahndet. Möglicherweise liegt das daran, dass in den Reihen der Grünen und der Linkspartei genügend bekennende Verfassungsfeinde in hohen politischen Ämtern angekommen sind.“

„Mit Linksextremität zu kokettieren, ist ja anscheinend okay.“ Mit dieser Anspielung kritisiert Richert die Grüne Jugend und die Jugendorganisation der Linkspartei, die sich in einer gemeinsamen Kampagne als linksextrem bezeichnen. „Offensichtlich wissen diese Jugendlichen nicht um den Wert der Freiheit, die sie genießen. Und sie wissen nicht, was die von ihnen verherrlichte Diktatur des Proletariats den Menschen antut; denn Kommunisten sind nichts anderes als rot beschmierte Faschisten. Vor denen müssen wir die rechtschaffenen Bürger schützen!“

Im aktuellen Fall wird Kay Richert Strafanzeige erstatten. „Vielleicht wird die Polizei der Täter ja habhaft und sie werden bestraft. Was ich mir aber viel mehr wünsche, ist eine gesellschaftliche Ächtung aller politischen Kräfte, die unsere Freiheit abschaffen wollen. Das wäre besser für Deutschland.“