Schon wieder ein Desaster: Augen auf in der Kommunalpolitik

Flensburg.  Zum Insolvenzantrag des Campusbades durch den Betreiber Tober erklärt der Kreisvorsitzende der FDP Flensburg, Kay Richert:

Kay Richert
Kay Richert, Kreisvorsitzender

„Was wir vor Jahren prophezeit haben, ist nun eingetreten. Das Betreibermodel des Campusbades ist gescheitert, weil es nicht funktionieren konnte: Überhöhte Baukosten, erfundene Besucherzahlen, geschönte Gutachten, ein Bankrott mit Ansage. Die FDP Flensburg hatte sich auch in der Ratsversammlung wiederholt dafür eingesetzt, dass der unter zweifelhaften Umständen zustande gekommene Vertrag aufgelöst wird, bevor der erste Spatenstich getätigt wurde. Leider war die Mehrheit der Ratsmitglieder der anderen Fraktionen auf beiden Augen blind – wie auch schon bei anderen kommunalen Desastern.“

Für die Zukunft wird entscheidend sein, wie Politik und Verwaltung mit dem Bankrott umgehen. „Natürlich nützt es nur bedingt, nach den Schuldigen zu suchen“, so Richert weiter. „Wichtig ist es nun, den Schaden für Flensburg zu minimieren und aus den Fehlern der Vergangenheit auch endlich mal zu lernen. Und da wäre es schon sachdienlich, nicht diejenigen mit der Aufklärung zu beauftragen, die dieses Schurkenstück erst ermöglicht haben – und alle Kritiker auszuschließen, wie es in der sogenannten Lenkungsgruppe geschehen sollte.“

Flensburger Sparkasse, Hotel, Stadtwerke und jetzt das Campusbad: Wie viele Fehlversuche sollen die Flensburger noch bezahlen? Betrachtet man dazu noch den Kassenstand der Stadt, wird einem einiges klar: Flensburg braucht bessere kommunalpolitische Entscheider! Bürger, die sich nicht von Präsentationen und geschönten Businessplänen blenden lassen, sondern sach- und fachkundig im Interesse aller Flensburger Entscheidungen vorbereiten und treffen. Flensburg braucht sie, um sich aus dem Schuldensumpf zu befreien. Richert: „Wir stellen 2013 solche Kandidaten auf!“