Richtigstellung: Fahrensodde

Kay Richert
Kay Richert
Fraktionsvorsitzender

Liebe Flensburger,

bei der Berichterstattung zum Thema „Fahrensodde“ werden Sie sich wie alle Leser gefragt haben: Was soll das denn? Was macht meine FDP denn da? Und was für eine Rolle spielen hier persönliche Interessen?

Ich kann Sie beruhigen: Wir verfolgen weiterhin stringent das Ziel, die Fahrensodde zum Wohl aller Flensburger zu entwickeln. Und persönliche Interessen spielen absolut keine Rolle – jedenfalls nicht bei der FDP.

Die Berichterstattung wirft kein vorteilhaftes Licht auf uns. Komisch, denn sowohl mit mir wie auch mit anderen Beteiligten hat der verantwortliche Redakteur des Flensburger Tageblattes hierzu ausführliche Interviews geführt. Davon hat leider fast nichts den Weg in die Zeitung gefunden. Sehr wohl den Weg in die Zeitung gefunden haben dafür krude Äußerungen von anderen Ratsmitgliedern auf Facebook – und leider auch persönliche Diffamierungen.

Damit Sie sich ein objektives Bild der Geschehnisse machen können, werde ich kurz auf die einzelnen Punkte eingehen.

Die FDP stellt drei Anträge mit unterschiedlichem Inhalt

Fakt ist: Der erste Antrag vom 21.03.2014, den wir zusammen mit WiF und der Linken gestellt haben, wurde ohne unser Wissen nachträglich verändert. Unsere Zielsetzung war hierdurch gefährdet, weshalb wir am 30.04.2014 einen gänzlich eigenen Antrag formuliert haben. Hierüber haben wir WiF, Linke und Verwaltung informiert. Nachdem CDU, SPD und Grüne auf uns zugekommen waren mit dem Wunsch, sich an unserem Antrag zu beteiligen, wurde gemeinsam der dritte Antrag vom 27.05.2014 entwickelt: Hier findet sich das mehrheitsfähige Ergebnis unserer interfraktionellen Arbeit wieder. Natürlich mussten Kompromisse gefunden werden, dennoch hat die FDP durchgesetzt:

Die Entwicklung der Fahrensodde geht weiter. Sie wird den Bürgern weiterhin offenstehen. Es findet keine Bindung der Entwicklung an bestimmte Personen statt. Die berechtigten Belange der anrainenden und ansässigen Vereine und verbliebenen Gewerbetreibenden werden beachtet.

Einzelne FDP-Funktionäre verquicken Politik und Privatinteressen

Fakt ist: Eine der Fraktionsmitarbeiterinnen war bis zum 31.12.2013 mit einem Gewerbe in der Fahrensodde ansässig und ist mit den Handelnden vor Ort persönlich bekannt. Ebenso richtig ist, dass sie – wie mehrere andere Gewerbetreibende auch – das Projekt Fahrensodde nicht in Freundschaft verlassen hat. Frei erfunden ist die Behauptung, sie wolle nun als Vorhabenträgerin die Entwicklung der Fahrensodde übernehmen und engagiere sich aus diesem Grund in der FDP. Erstens: Der Entschluss der FDP zu einem Schnitt fiel bereits deutlich vor Anstellung der Mitarbeiterin. Zweitens: Der Entschluss zu einem Schnitt gründet auf dem Resümee, dass die FDP aus drei Jahren Projektverlauf in der Fahrensodde zieht. Drittens: Die FDP-Fraktion hat in der Vergangenheit durch hartes Durchgreifen gezeigt, dass sie sich nicht für private Geschäftsinteressen missbrauchen lässt. Das würden wir auch jederzeit wieder tun.

Das Engagement der FDP ist am Interesse der Flensburger und an unseren bürgerlich-liberalen Werten ausgerichtet. Wir lassen uns nicht korrumpieren und nicht missbrauchen.

Die FDP Flensburg schätzt das Engagement der IG Fahrensodde, deren Anliegen wir unterstützen und deren Vorhaben wir lange unterstützt haben. Leider ist das Vorhaben in den vergangenen drei Jahren nicht vorangekommen. Wir wissen so wenig wie alle anderen, warum das so ist – Vorhabenträger und Verwaltung weisen sich gegenseitig die Schuld zu. Klar ist nur: In der gegenwärtigen Konstellation kommen wir auch weiterhin nicht voran. Die FDP will aber vorankommen. Die FDP will die Fahrensodde für die Flensburger, für die Vereine und für die Gewerbetreibenden entwickeln.

Die FDP Flensburg will die Angelegenheit entpersonalisieren. Das macht man so, wenn ein emotional aufgeladenes Problem gelöst werden soll. Andere haben daran offenbar kein Interesse, deshalb personalisieren sie mit verleumderischen Angriffen gegen einzelne FDP-Mitglieder. Unsere Fraktionsmitarbeiterin hat es wahrscheinlich nur deshalb getroffen, weil es so schön passte.

Zusammen mit einer Berichterstattung, die wider besseres Wissen die Verschwörungstheorien befeuert, soll uns der Schneid abgekauft und das Engagement verleidet werden. Das kennen wir ja schon aus den vergangenen fünf Jahren.

Die FDP vertritt ehrliche Interessen – das gefällt nicht jedem.

Lassen Sie sich nicht manipulieren! Der Stall der FDP Flensburg ist sauber und wir sorgen aktiv dafür, dass das auch so bleibt. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich Rede und Antwort: Schreiben Sie an fraktion@fdp-flensburg.de oder rufen Sie an unter 0461 – 85 2485. Wir freuen uns auch, wenn Sie persönlich im Fraktionsbüro im Flensburger Rathaus vorbeischauen.

Ihr
Kay Richert