Nicht die Frösche fragen!

Leserbrief zu „Zu wenig Flens, zu viel Burg!“ im Flensburger Tageblatt vom 02.02.2015

Christian R.M. KochOberbürgermeister Faber hat Recht! Die Region könnte viel besser dastehen, wenn wir gemeinsam und nicht getrennte Wege gehen würden. Schon aber schimpfen die am lautesten, die selber vom Kannibalismus der Flensburger-Förde-Kommunen profitieren. Die Bürgermeister und die Pöstchen-Inhaber. Warum? Natürlich ist ihre derzeitige Situation im Speckgürtel privilegiert. Flensburg wolle doch nur das Geld der Umlandgemeinden, heißt es. Dass Flensburg hohe Schulden hat, stimmt! Aber woher kommt das?! Wohngebiete mit Einfamilienhäusern und Gewerbegebiete mit geringeren Gewerbesteuersätzen lassen die Kassen der Umlandgemeinden klingeln und Flensburg ausbluten. Flensburg zahlt die Zeche für die entsprechende Infrastruktur einer Großstadt und die damit verbundenen Sozialleistungen. So lässt es sich schön im Speckgürtel leben! Und die Gehälter und Aufwandsentschädigungen im Öffentlichen Dienst für Wahlbeamte sind ja auch für die kleine Kommunen und Ämter nicht gerade von der Sozialhilfe-Aufstockung bedroht. Von einer Gemeinsamen Kommune aber würde die gesamte Region profitieren. Eine Großstadt Flensburg, und das wären wir schnell, wenn Glücksburg, Handewitt, Harrislee, das Amt Oeversee, das Amt Hürup und das Amt Langballig fusionieren und gemeinsame Wege gehen würden. Eine Großstadt wird auch vom Land, vom Bund und von der EU anders gefördert. Wenn Sie einmal in andere Grenzregionen schauen und die Städte in Randlage betrachten (z.B. Basel), müsste Ihnen auffallen,  dass wir irgendetwas in dieser Region falsch machen. Denken Sie mal drüber nach! Wir müssen die Burgen in unseren Köpfen einreißen! Wir brauchen mehr FLENSburg! Das muss aber von den Bürgern kommen. Die Frösche braucht man nicht fragen, wenn man ihren Sumpf trockenlegen will.

Christian R.M. Koch
stellv. Fraktionsvorsitzender