Landesparteitag: FDP und Kernkraft

Dr. Jürgen Koppelin, MdB ©FDP SH / Frank Zabel

Der Landesparteitag der  Nord-FDP bestätigte den Kurs: In Punkto  Energieversorgung darf die Atomkraft nicht  länger eine Rolle spielen. „Die Natur lässt sich nicht beherrschen oder dem Menschen untertan machen“, stellte Landeschef Jürgen Koppelin in seiner Eröffnungsrede fest. Recht hat er!

Bereits 2006 hatte die FDP Schleswig-Holstein das Ende der Kernenergie gefordert und damit umwelt- und energiepolitisch Verantwortungsbewusstsein bewiesen; im Wortlaut: „Die FDP Schleswig-Holstein hält am Ausstiegsbeschluss fest. Eine Verlängerung der Laufzeiten über die gesetzlich vereinbarte Restlaufzeit hinaus ist angesichts der vollkommen ungeklärten Frage der Entsorgung hochradioaktiven Restmülls nicht zu verantworten.“ Einziger Unterschied zum später durch Rot-Grün umgesetzten Ausstiegsgesetz war die Forderung der Liberalen, Restlaufzeiten von alten auf moderne Anlagen zu übertragen – dieser vernünftigen Lösung im Sinne der Sicherheit konnten sich aber weder rote noch grüne Sozialdemokraten anschließen. War die Idee nicht gut, weil sie nicht aus den eigenen Reihen kam?

Bemerkenswert ist die Berichterstattung: Die Schlagzeile „Nord-FDP jetzt gegen längere Laufzeiten“ suggeriert genau wie der Subtext einen Meinungswechsel, den es gar nicht gegeben hat.

Katja Suding ©FDP SH / Frank Zabel

Mut zum Wahlkampf machte Katja Suding, die frischgebackene Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft. Und auch abseits des Podiums machte sie eine sehr gute Figur: Ohne Scheu, sehr menschlich und sehr sympathisch kam sie mit den Delegierten ins Gespräch, nahm Glückwünsche entgegen und beantwortete Fragen. Gute Wahl, Hamburg!