Kommentar zu: Swetlana Krätzschmar hadert mit ihrer CDU

Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar (CDU) gab dem Flensburger Tageblatt am 20.02.2018 ein Interview, in welchem sie erklärte, warum sie nicht erneut als Stadtpräsidentin kandidiert. Sie äußert dort:

„Die CDU braucht eine Rückbesinnung auf ihren Markenkern – soziale Marktwirtschaft, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit, Familie und Bildung“, fordert Krätzschmar. Aber auch mit Beschlüssen der Flensburger CDU ist sie nicht einverstanden. Dazu zählt die Einigung zweier Parteikollegen auf eine Kandidatin zur Oberbürgermeisterwahl 2016 „unter Umgehung einer Findungskommission, so wie es demokratischer Brauch ist“. – Quelle: https://www.shz.de/19129921 ©2018

Kay Richert, der 2016 ebenfalls zur Oberbürgermeisterwahl antrat, kommentiert:
„Ich kann Stadtpräsidentin Krätzschmar verstehen. Dass die Union mit Linkspartei, SPD und grüner Partei ein Bündnis schließen würde, war vor zehn Jahren zu Recht undenkbar. In Flensburg ist das seit 2015 skurrile Realität. Es werden konsequent linke Ziele betrieben, etwa die Erhöhung von Steuern und Abgaben oder sehr teure sozialpolitische Geschenke. Bürgerlich-konservative Politik gibt es zur Zeit mit der CDU weder in Flensburg noch im Bund. Die einzige Partei des bürgerlichen Spektrums in der Ratsversammlung sind derzeit die Freien Demokraten.“

Über ihren Entschluss nicht erneut zu kandidieren, sagte Richert:
„Mehrere tief enttäuschte Unionisten und Sozialdemokraten engagieren sich jetzt bei der FDP. Wir würden uns freuen, die Flensburger Politik weiter auf Swetlana Krätzschmars immense politische Kenntnis, ihre echte Empathie und berechtigtermaßen große Reputation abstützen zu können.“

Die Freien Demokraten Flensburg haben Frau Krätzschmars Engagement sehr geschätzt und danken ihr für ihren Einsatz für die Stadt Flensburg. Wir finden es schade, dass sie nicht erneut antritt.