Kielseng: FDP gibt ansässigen Betrieben eine Stimme

Foto PK Kielseng
v.L. Thorsten Oest, Kay Richert, Anita Hallmann und Rolf Jensen

Am Freitag, dem  5. Dezember veranstaltete die FDP-Ratsfraktion gemeinsam mit ansässigen Betrieben und IHK Flensburg ein Pressegespräch. Thema war die von anderen Fraktionen beabsichtigte Verengung des Straßenzuges Kielseng zugunsten von ausgebauten Radwegen. Die Beweggründe gewisser Fraktionen für einen Rückbau wollten sich niemandem so recht erschließen. “Man hat fast das Gefühl, das Abgreifen der Subventionen für den Ausbau der Radwege sei ein Selbstzweck”, stellte Kim Harder, planungspolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion fest.

FDP-Chef Kay Richert monierte, dass viele Entscheidungen in der Vergangenheit nicht zum Wohle der Wirtschaft und der Arbeitsplätze in der Region gefallen seien und verwies noch einmal darauf, dass die Wirtschaft das Geld erarbeitet, welches die Stadt ausgibt. Beispiele seien die Entscheidung gegen Einzelhandel an der Schleswiger Straße oder die Entscheidung gegen die Ansiedlung von POCO auf der Bleiche. “Wollen wir demnächst noch Flensburg vom Telefonnetz abklemmen?” spottete Richert.

Die Meinung der Wirtschaftsvertreter war eindeutig, die angedachte Verengung von vier auf zwei Spuren ist aus Sicht der Wirtschaft nicht gewollt. Für viele Betriebe stellt die gute Anbindung einen wichtigen Standortfaktor dar.

Rolf Jensen (Steuerberater Müller & Partner) monierte das fehlende Gehör bei anderen Parteien für die Belange der Wirtschaft, sprach von einer “ideologischen und dogmatischen” Versteifung auf die Zweispurigkeit. Thorsten Oest (Inhaber Best Carwash) leidet durch die anhaltenden Bauarbeiten auf dem Kielseng bereits jetzt unter rückläufigen Kundenzahlen. Im Falle eines dauerhaften Rückbaus würde sich dieser Trend verstetigen.

Auch Anita Hallman von der IHK und Petra Schenkluhn als Vertreterin der Kreishandwerkerschaft verwiesen darauf, daß leistungsfähige Verkehrsanbindungen für die Wirtschaft und das Handwerk, auch an der Harnis, unerläßlich sein.

FDP-Planungspolitiker Kim Harder wies zudem auf die wichtige Bedeutung Kielsengs als Nord-Süd-Trasse am Ostufer hin, welche auch den Straßenzug Mürwiker-/Bismarckstraße vom Verkehr entlastet. Eine Verengung Kielsengs würde den ohnehin schon auftretenden Stau dort noch einmal verschlimmern. Auch sei Kielseng ein wichtiger Verkehrsweg für Rettungsfahrzeuge. Er bezweifelte, ob ein Rettungswagen über eine zweispurige Straße noch rechtzeitig zu Notfällen in Mürwik oder Glücksburg gelangen könnten.“