Flensburger FDP-Fraktion neu formiert

Hans Andersen

Flensburg. Die FDP Flensburg wird weiterhin mit einer Fraktion in der Ratsversammlung vertreten sein. Nach ausführlichen Gesprächen kamen Spitzenvertreter der Flensburger Liberalen mit dem parteilosen Ratsherren Hans Andersen überein, eine gemeinsame FDP-Fraktion zu gründen. Der Fraktionsstatus war in Gefahr, nachdem Ratsherr Jörg Petersen, der einst via FDP-Ticket in den Rat einzog, kürzlich zur CDU wechselte.

Meike Bruhns

„Nur Fraktionen werden über alle Vorhaben informiert. Einzelne Ratsmitglieder ohne Fraktion haben es deutlich schwerer.“ sagt Meike Bruhns, die auch in der neuen FDP-Fraktion den Vorsitz innehaben wird: „Für die Flensburger ist es eine gute Nachricht, dass die FDP in der Ratsversammlung weiterhin schlagkräftig bleibt.“ Darüber hinaus können nur Fraktionen von sogenannten bürgerlichen Mitgliedern unterstützt werden. Diese bürgerlichen Mitglieder nehmen für die Fraktionen wichtige Aufgaben, z.B. in den Fachausschüssen wahr, um die politischen Entscheidungen für die Ratsversammlung vorzubereiten. Besonders kleinere Fraktionen könnten die Flensburger Geschicke ohne bürgerliche Mitglieder nur schwerlich umfassend mitgestalten: So trat die FDP-Fraktion in den letzten Jahren immer wieder durch konsequente Orientierung am Bürgerwillen in Erscheinung. Etwa beim Thema Schul-Wahlfreiheit oder der Frage, ob die maritime Nutzung von Fahrensodde einer Wohnbebauung weichen soll. Auch in Sachen Campus-Bad bezog die Flensburger FDP gemeinsam mit Hans Andersen frühzeitig Stellung und warnte vor dem Geschäftsmodell: „Wir haben den Befürwortern aus der CDU die Pleite schon 2008 vorausgesagt und Recht behalten – leider“, so Meike Bruhns.

Kay Richert
Kay Richert

Hans Andersen arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit der FDP-Fraktion zusammen. „Die aktuellen politischen Fragen wurden ausführlich besprochen. Schnell wurde deutlich, dass wir inhaltlich harmonieren. Ich befürworte die Zusammenarbeit. Das ist gut für alle Flensburger, die die Arbeit von Rat und Verwaltung kritisch begleitet sehen wollen“ sagt dazu der FDP-Vorsitzende Kay Richert.

Und Jörg Petersen? Meike Bruhns: „Natürlich bin ich persönlich enttäuscht. Dennoch freue ich mich, dass Jörg Petersen der Politik erhalten bleibt, indem er zukünftig den linken Flügel der Flensburger CDU verstärkt.“