FDP fordert Aufklärung über Rodungen im Stiftungsland Schäferhaus

Der FDP-Vorsitzende Kay Richert fordert umfassende Aufklärung über die Rodungen im Naturschutzgebiet „Stiftungsland Schäferhaus“. Die dort stattfinden Baumaßnahmen treffen bei den Flensburgern in Weiche auf Unverständnis.

Kay Richert
Ratsherr Kay Richert

„Niemand versteht, warum der Lebensraum unzähliger heimischer Tiere und Pflanzen geopfert wird, um einem einzigen Schmetterling einen optimalen Lebensraum zu bieten.“, so Richert. Dieses sowie die Schaffung einer savannenähnlichen Landschaft sind die Ziele der Bauarbeiten, die den Anwohnern von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, LIFE Aurinia, Bunde Wischen e.V. und dem TBZ der Stadt Flensburg mitgeteilt wurden. „Am Freitag lag der Flyer bei den Anwohnern im Briefkasten, Montagmorgen wurde bereits gebaggert und gesägt. Transparenz sieht anders aus.“

Wie es zu dieser unverständlichen Entscheidung gekommen ist und welche Rolle eventuell Flensburger Behörden hierbei gespielt haben, ist derzeit noch unklar. So spricht der Flyer etwa von einem „dem TBZ-Flensburg gehörenden Flurstück“, welches in die Weidelandschaft integriert werden soll. Die FDP-Ratsfraktion hat daher eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, um deren Beantwortung sie im Rahmen der morgigen Sitzung des Planungsausschusses bittet.

Auf dem Gelände des ehemaligen Standortübungsplatzes in Flensburg-Weiche ist in den vergangenen Jahrzehnten das Stiftungsland Schäferhaus als Naturschutzgebiet und Naherholungsraum entstanden. Weitestgehend unbeeinträchtigt von menschlichen Eingriffen hat sich eine für unseren Landstrich typische Landschaft entwickelt, die vielen einheimischen Tieren und Pflanzen einen geschützten Lebensraum bietet.

Die Bürger von Weiche nutzen diese Oase gerne zur Naherholung, etwa beim sonntäglichen Familienspaziergang.