FDP Flensburg fordert: Ausbau von Infrastruktur geht vor Neubau

Mit großer Freude begrüßen die Flensburger Freien Demokraten den für die Nordwirtschaft so wichtigen sechsspurigen Ausbau der Rader Hochbrücke. Das Engagement von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) hat in Berlin den Weg für eine sechs- statt vierspurige Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal geebnet.

Dieses kann jedoch lediglich ein Baustein für eine bessere Verkehrsanbindung des nördlichen Landesteils sein. Die Menschen und Unternehmen nördlich des Kanals bemängeln seit Jahren eine fehlende ICE-Anbindung in Richtung Süden. Weiterhin ist der Ausbau der A7 mit sechs statt bisher vier Fahrspuren auch nördlich des Kanals notwendig, um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Diese Sichtweise wird von unseren dänischen Nachbarn entlang der Jütlandroute geteilt.

Die finanziellen Mittel für solche Infrastrukturmaßnahmen sind erheblich. Björn Ellenberg (stellv. FDP-Kreisvorsitzender) meint in diesem Zusammenhang: „Laut meinem Kenntnisstand sind derzeit 2 Mrd. Euro für die Hinterlandanbindung der neu geplanten festen Fehmarn-Belt-Querung vorgesehen. Wir müssen aber genau überlegen, welche Infrastrukturmaßnahmen für unser Bundesland vordringlich sind. Hier sieht die FDP Flensburg die feste Fehmarn-Belt-Querung nicht an erster Stelle.“

Der Flensburger FDP-Kreisvorstand plädiert für eine sechsspurige Autobahn von Flensburg bis Hamburg sowie für eine schnelle ICE-Verbindung ohne Rendsburger Schleife am Nord-Ostsee-Kanal. Sebastian Annewanter (stellv. FDP- Kreisvorsitzender) hierzu: „Wir müssen genau prüfen, wo die Finanzmittel am sinnvollsten einzusetzen sind. Möglicherweise ist es notwendig, Entscheidungen der Vergangenheit nochmals zu überprüfen. Für die wirtschaftliche Entwicklung des nördlichen Landesteils ist ein Ausbau der A7 und der Bahntrasse über den Nord-Ostsee-Kanal bis hin zur dänischen Grenze von höchster Priorität.“