CDU verrät bürgerliches Lager

Leserbrief zu „Flensburger CDU-Vorstand schlägt Lange für OB-Wahl vor“ im Flesburger Tageblatt vom 02.09.2015

Mit Verwunderung und Enttäuschung habe ich die Entscheidung des Kreisvorstandes der CDU Flensburg aufgenommen, die SPD Kreisvorsitzende Simone Lange zu ihrer OB- Kandidatin zu küren.

Wir haben Sondierungsgespräche mit der CDU-Spitze geführt, um eine gemeinsame Kandidatur der bürgerlichen Parteien für die Oberbürgermeisterwahl auszuloten. Wir wären durchaus bereit gewesen, auch einen geeigneten CDU-Kandidaten zu unterstützen, um so das bürgerliche Lager zu stärken.

Der FDP ist es ein besonderes Anliegen, Flensburg als Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln. Hier zeigte sich die CDU in letzter Zeit eher ambivalent als als verlässlicher Partner.

Deshalb nehmen wir nun zur Kenntnis, dass es um die Flensburger CDU sowohl personell als auch ideell so schlecht bestellt ist, dass sie sich als stärkste Fraktion schon wieder keinen eigenen bürgerlichen Kandidaten vorstellen kann. Darüber hinaus ist die Argumentation der CDU Flensburg, es ginge in aller erste Linie darum, Simon Fabers zweite Amtszeit zu verhindern und Simone Lange sei „die Kröte“, die die CDU halt schlucken müsse, in ihrer Gänze ein Armutszeugnis.

Warum Frau Lange als Sozialdemokratin des linken Flügels plötzlich bürgerliche Werte vertreten soll, bleibt wohl auch das Geheimnis der Flensburger CDU-Führung.

– Birte Wrede