Braucht Schleswig-Holstein eine Obduktionspflicht für Kinder?

Flensburg. Am Dienstag, den 22. März 2011 veranstaltet die Flensburger FDP einen Informationsabend zum Thema Obduktionspflicht bei Kindern.

Eine Obduktion ist die letzte ärztliche Untersuchung eines Menschen. Oft ist dabei der Rechtsmediziner auch der einzige „Anwalt“ des Verstorbenen. Eine Obduktionspflicht bei Kindern kann helfen, eventuelle Kindesmisshandlungen zu erkennen und aufzuklären. Bremen beschloss deshalb am 26. Januar dieses Jahres eine Obduktionspflicht für Kinder unter sechs Jahren, deren Todesursache unklar ist.

Das Bremer Beispiel wirft jedoch Fragen auf: Wie werden unklare Todesfälle bei uns momentan behandelt? Welchen realen Nutzen kann eine gesetzliche Regelung wie in Bremen bringen? Was ist mit dem Selbstbestimmungsrecht der Eltern? Brauchen wir eine entsprechende Regelung in Schleswig-Holstein?

Zu diesen Fragen informieren am 22. März Prof. Dr. med. Dr. jur. Hans-Jürgen Kaatsch, Direktor vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein sowie Anita Klahn, sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion und der Flensburger Arzt und Apotheker Kim Harder. Die Veranstaltung wird durch Kay Richert, Kreisvorsitzender der Flensburger FDP, moderiert.

Veranstaltungsort ist das Begegnungs-Café des Malteserstiftes St. Klara, Marrensdamm 19, 24944 Flensburg. Gegen einen kleinen Obolus ist dort auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Einlass beginnt am 22.3. um 19:00 Uhr, Veranstaltungsbeginn ist um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.