Ausbau der B199: FDP und CDU wollen neuen Aufschlag für weniger Frust an der Stadtgrenze

Seit Langem sind die Probleme an der viel befahrenen „Nordstraße“ bekannt. Im täglichen Berufsverkehr kommt es immer wieder zu Rückstaus der Pendlerverkehre, teilweise bis hinter die Nachbargemeinde Wees. Auf Initiative mehrerer Ratsfraktionen soll nun ein Ausbau auf vier Spuren geprüft werden.

„Wir wollen, dass man ohne künstlichen Engpass zu uns nach Flensburg kommen kann. Warteverkehr ist nicht nur ökologisch verkehrt, sondern nervt allmorgendlich zahlreiche Einpendler“, erklärt CDU-Ratsherr Arne Rüstemeier. „Unsere Nachbar-Landtagsabgeordnete Petra Nicolaisen hatte seinerzeit die Landesregierung in die Pflicht genommen, die die Erweiterung genau des fraglichen Teilstücks aus dem Bedarf genommen hatte. Das rächt sich inzwischen.“

Betroffen sei aber nicht nur der einzelne Autofahrer, aus Sicht der FDP komme es aktuell auch zu Verwerfungen in der Verkehrsplanung. „In Flensburg ist es doch Konsens, dass eine Verlagerung innerstädtischer Verkehre auf die Osttangente weiterhin erforderlich ist. Die jetzige Situation steht diesem wichtigen Ziel aber entgegen.“, sagt Christoph Anastasiadis, planungspolitischer Sprecher der FDP. „Viele Einpendler entscheiden sich auf Grund der langen Wartezeiten für eine frühzeitige Abfahrt über die Osterallee und somit für ein Durchfahren der innerstädtischen Bereiche. Das ist nur nachvollziehbar.“

Aktuellen Verkehrszählungen zufolge weist das betroffene Teilstück ca. 18.220 Fahrzeuge pro 24 Stunden aus und habe somit die obere Belastungsgrenze erreicht. Die vorgelegten Zahlen scheinen auch bei weiteren Fraktionen zu überzeugen. Sowohl SSW als auch die WiF haben sich dazu entschieden, den Antrag als Mitantragsteller zu unterstützen. Das Thema soll nun am 21. März 2017 im Planungsausschuss behandelt werden.